September 2010
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So war´s auf dem Exit Festival - wir waren dabei! Vier heiße Tage in Novi Sad mit Sven Väth, Booka Shade, Soulwax und vielen mehr.

Vier Tage in der Hitze von Novi Sad

Letztes Jahr wurde das Exit Festival im serbischen Novi Sad bei den UK Festival Awards mit dem Preis für das beste europäische Festival ausgezeichnet. Die einzigartige Location, eine Festung aus dem 17. Jahrhundert, das mitunter sehr heiße Wetter und die für mitteleuropäische Verhältnisse günstigen Preisen sorgen neben dem üppigen Line-Up für eine ganz besondere Atmosphäre. Smag-Redakteur Florian Schneider war vom 10.- 13.Juli vor Ort.

Tag 1

16 Bühnen, über die in vier Tagen knapp 500 Acts geschickt werden, stellen einen immer wieder vor schwerwiegende Entscheidungen. Aber wie könnte man das Festival besser beginnen als mit N*E*R*D und Superstar Pharrell Williams? Ein knackiger Auftritt mit kompletter Band, nur Chad Hugo suchte man vergeblich auf der Bühne. Im Anschluss durfte Mike Skinner alias The Streets ran und spulte seinen Auftritt sehr zur Freude der geschätzten 15.000 Engländer unter den Zehntausenden des Festivals routiniert ab. Sven Väth hingegen brauchte etwas mehr Zeit um mit der eindrucksvollen Dance Arena des Festivals warm zu werden. Schönes Set des Manns aus Frankfurt bevor der Weg uns zum Gig der australischen Electro-Clasher The Presets führte. Leider konnte das Duo nicht restlos überzeugen.

Tag 2

Rockig gings los mit The Gossip, das Trio aus den USA um die mit einer ebenso großen Leibesfülle wie einer großartigen Stimme gesegnte Beth Ditto bekam alle in den Griff ihres hypnotischen Disco-Blues-Rocks. Massenekstase bei "Standing In The Way Of Control". Modfather Paul Weller hätte man sich im Anschluss aber lieber gespart. Ganz im Gegensatz zu Primal Scream, die an diesem Abend mit der besten Performance des Festivals die Entscheidung gegen das Set von Tiga üppig belohnten. Soulwax führten die x-te Aufführung ihrer Nite Versions in der Dance Arena ab und konnten nicht wirklich überzeugen. Skream und Benga, die beiden Jungstars des Dubstep lieferten dafür auf der Hauptbühne bis weit über den Sonnenaufgang hinaus einen atemberaubende Lektion in Sachen Bass.

Tag 3

Erste konditionelle Mängel machen sich bemerkbar, nach dem Auftritt von Schauspielerin Juliette Lewis und ihrer Band The Licks geht es deshalb auf eine Runde über die kleineren Bühnen. Pete Philly & The Perquisite, eigentlich ein Hip-Hop-Duo aus Holland kommt mit Fünf-Mann-Band und reichlich vielen Skills. Großartig. Client, das aparte englische Electropop-Dreiergespann hat man ebenfalls auf einer der kleineren Bühnen versteckt. Ihre unterkühllten Songs sorgen bei Temperaturen jenseits der 35 Grad aber für eine willkommen Abkühlung. Um die Dance-Arena wird an diesem Tag ein großer Bogen gemacht, das Drei-Stunden-Set von Kruder & Dorfmeister soll auch nicht allzu spannend ausgefallen sein, wie kolportiert wurde.

Tag 4

The Hives festigen am vierten Tag der Hitzeschlacht ihren herausragenden Ruf als sensationelle Performer. Großartig auch Claude von Strokes unheimlich deepes und basslastiges Set, mit dem er schon früh für einen Höhepunkt in der Dance Arena sorgen konnte. Den Auftritt der Punklegende Sex Pistols kann man dagegen locker vernachlässigen. Selten hat jemand so eifrig daran gearbeitet, den eigenen Ruf nachhaltig zu zerstören. Sogar pünktlich angefangen haben die Altpunker... Anschließend wurde es Zeit für Booka Shade und ihren Liveauftritt. Ihr aktuelles Album "The Sun & The Neon Light" mag einige Schwächen haben, live sind Arno und Walter eine absolute Bank, müssen aber leider schon nach 60 Minuten aufhören. Im Anschluss sorgen Sharam und Dubfire mit zwei getrennten Sets für einen würdigen Ausklang des viertägigen Marathons.

Bonus

Vier Tage lang präsentierte das Exit Festival eine großartige Bandbreite an Musik. Egal ob Technohead oder Indiekid, hier ist jeder gut aufgehoben, zudem sind die Preise günstig. 2009 wird es in Novi Sad jedenfalls wieder ähnliche Momente geben wie Laurent Garniers letzte Platte am frühen Morgen:






Mehr Infos zum Festival und zu Unterkünften während der vier Tage gibt es auf der offiziellen Homepage eng.exitfestival.org

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Artikel zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, 17. Juli 2008
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floBo
Florian aus Düsseldorf (34)
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Kommentare zum Artikel

1 von 2 Kommentaren
18.07.2008 // 23:15 floBo » Florian aus Düsseldorf (34)
Ich war alleine da, insofern gabs da weder viel zu sehen, noch konnte ich viele Bilder knipsen. Meine Stärke liegt mehr im Schreiben...