Februar 2010
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Black Beauties: Northern Lite Northern Lite haben für uns ihren Plattenschrank geöffnet und präsentieren ihre zehn Lieblingsplatten.

Rock, Rock, Rock!

»Super Black« heißt das neue Album von Northern Lite. Entsprechend düster präsentiert sich der Musikgeschmack der Vier aus Erfurt.

Hauptsächlich Rock scheint bei Northern Lite im Moment auf den Plattenteller zu kommen. Die elektronische Seite ihres Albums »Super Black« und seiner Vorgänger repräsentieren ihre »Black Beauties« eher nicht. Stattdessen wird aus allen Rohren gefeuert: Nine Inch Nails, Led Zeppelin, Melvins, Rage Against The Machine. Dass Northern Lite richtig rocken können, haben sie im letzten Jahr bei der Jägermeister Rockliga bewiesen. Dementsprechend treiben Sänger Andreas, die beiden Gitarristen Frithjof und Valerian sowie Produzent Andreas auf »Super Black« ihre Suche nach der idealen Schnittmenge zwischen Pathos, Rockriffs und Synthieklängen weiter in Richtung Perfektion.

Andreas (Gesang) empfiehlt Led Zeppelin

Led Zeppelin - Mothership

»Wenn man ein Led Zeppelin Album hört - egal welches - ist das immer ein wenig so wie mit der Ricola-Werbung. Man denkt alle zwei Minuten: »Und wer hat's erfunden?« Ständig hört man irgendwelche Riffs, Samples oder Drumparts, die man längst dem Genius irgendeiner anderen »gottgleichen« Rockband der letzten 30 Jahre zugeschrieben hatte. Und nun muss man erfahren, dass die irgendwie alle bei Jimmy Page & Co geklaut haben. Außerdem waren sie die Ersten, die es abgelehnt haben, Singles zu produzieren. Sie zwangen ihre Fans somit, mehrere - auch noch bis zu zehn Minuten lange - Songs zusammengefasst auf einer Platte zu kaufen. Das Verkaufsformat »Album« haben diese Typen damit ebenfalls erfunden. Beängstigend.


Masters Of Reality - »Deep in the Hole«

»Zeitloser Stoner Rock aus den Neunzigern. Sehr eigen und doch irgendwie vertraut. Liegt vielleicht daran, dass Bandchef Chris Goss ein Ex-Kyuss ist und auch Josh Homme bei einigen Tracks mitgearbeitet hat. Ich habe mehrere Durchläufe gebraucht, aber nun ist es in der Top-Wiedergabeliste meines ...ähm... Mp3-Players - der aus derselben Gegend kommt wie die Band :-) …«


Nine Inch Nails - »The Downward Spiral«

»Manchmal muss es eben einfach wehtun. Wenn es soweit ist, dann ist dieses Album die erste Wahl. Es tritt und schlägt nach einem, sticht und schneidet, blutet und schreit voll blinder Wut. Muss ich noch erwähnen, dass »Hurt« - das tatsächlich noch bessere Original des Johnny Cash Covers - auch drauf ist? Ich denke nein ;-) ...«

Frithjof (Gitarrist) mag Portishead

Talk Talk - »The Spirit Of Eden«

»One of the deepest records ever made. Wer nicht glaubt, dass man mit Hilfe von Musik in das Innerste eines Menschen sehen kann, wird mit Hilfe dieses Albums eines Besseren belehrt.«


Portishead - »Dummy«

»The ultimate record to make love to... ;-)«


The Melvins - »Stoner Witch«

»Die ultimative Stoner-Heavy
Metal-Grunge-Alternativ-Experimental und Comedy Rock-Platte. Alles in einem und bis heute unerreicht.«


Rage Against The Machine - »Rage Against The Machine«

»Ich bin nun mal Rock-Gitarrist. Die beste Produktion der Neunziger Jahre. Soundtechnisch und konzeptionell. Außerdem die tighteste Band dieses Planeten.«

Sebastians (Produzent) Favoriten: Jose Gonzalez & Violent Femmes

Violent Femmes – »Add It Up« (1981-93)

»Es gibt immer mal wieder Momente, wo man durch Zufall alte Juwelen in seiner Musiksammlung wieder findet, quasi neu entdeckt. So geschehen mit Violent Femmes, die ich früher schon sehr gemocht habe. »Add It Up« bietet einen schönen Querschnitt über das Schaffen der Jungs und rotiert derzeit wieder recht häufig in meinem Player.«


Jose Gonzalez – »In Our Nature«

»Ein relativ neues Album und perfekt umschrieben mit den Worten »weniger ist mehr«. Gonzalez erreicht es mit oder trotz reduzierten klassischen Pop-Elementen, seine Musik frisch klingen zu lassen. Hör ich derzeit einfach sehr gerne.«

Valerians (Gitarre) Liebling: die Mad Daddys

Mad Daddys - »Music for Men«

»Music For Men« von den Mad Daddys habe ich in einem Brocante-Laden an der französischen Atlantikküste erworben. Der primitive, aber trotzdem bombastische Klang dieser testosterontriefenden Mini-LP ist, so wie die Stimme des leider 2006 verschiedenen Sängers Stinky Sono Buoni, reinstes Audio-Viagra. Außerdem eine der wenigen Platten, bei denen der Produzent (in diesem Fall Poison Ivy von den Cramps unter dem Decknamen Teresa Mendoza), abgesehen von einem Ganzkörper-Netzstrumpf, nackt auf dem Cover posiert.«

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Artikel zuletzt aktualisiert am: Montag, 03. März 2008
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floBo
Florian aus Düsseldorf (33)
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