Mai 2013
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INTERVIEW | Bakkushan über ihr neues Album »Kopf im Sturm« Am 13.07. erschien das neue Album der Berliner Band. Sie sprachen mit uns über die Aufnahmen und den Druck ein neues Album rauszubringen.

Am 13.07. erschien das neue Album von der Berliner Band Bakkushan. Daniel, der Sänger, sprach mit uns über das zweite Album »Kopf im Sturm«, die Hintergründe und Pläne für die Zukunft, ebenso über die Zusammenarbeit mit dem Jupiter Jones-Sänger Nicholas Müller.

SMAG: Euer neues Album »Kopf im Sturm« ist der Nachfolger von eurem Debütalbum, fiel es euch dieses Mal einfacher, ein Album aufzunehmen?

Daniel: Ein zweites Album aufzunehmen ist grundsätzlich schwieriger. Man sagt ja auch »Fürs erste Album hat man ein Leben lang Zeit, fürs zweite gerade mal ein Jahr oder zwei« … Gerade nach dem ersten Album waren wir sehr viel live unterwegs, haben 120-130 Shows gespielt pro Jahr und zwischendurch musste ich dann noch Zeit finden, neue Songs zu schreiben. Wir waren tatsächlich länger im Studio (von Anfang Februar bis Mitte Juni). Definitiv ein anstrengender Prozess - aber dafür ist es noch ein Stück besser und größer geworden.

Auf der zweiten Seite eures Albums sind unter anderem auch Piano-Versionen eurer Lieder zu finden. Kam das spontan oder war das geplant?

Es war immer ein Traum. Inspiriert wurde ich von Bosse, der hat eine normale CD und eine mit Akustikversionen. Ich finde einfach, dass einige Songs sich gut dafür eignen. Wir haben auch einen Song vom alten Album draufgepackt.

Welche Version bevorzugt ihr persönlich?

Die Albumversion ist schön und die Akustikversion ist etwas Besonderes. Beides hat im Endeffekt seinen eigenen Charme.

»Solange du schimmerst« wurde mit dem Jupiter Jones Sänger Nicholas Müller aufgenommen. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Auf dem ersten Album habe ich die Songs komplett alleine geschrieben und auf dem zweiten dachte ich, dass ich mich mal wieder ein wenig öffne und schreibe mit ein paar Leuten, die ich wertschätze. Es hat Spaß gemacht und ich hatte zwei Stücke, die noch keinen Text hatten und da ich die Texte von Nicholas immer schön fand, habe ich ihn einfach gefragt. Als das Demo für den Song entstanden ist, habe ich auch einfach gemerkt, dass es genau sein Style ist. Wir haben uns zusammengesetzt und es ist ein wunderbarer Song entstanden.

Könnte man sagen, euer Album ist autobiografisch?

Es ist nicht komplett autobiografisch … Jedes Gefühl, das man in einen Song umwandelt, muss man in gewisser Art und Weise schon mal erlebt haben – sowohl textlich als auch musikalisch. Diese Gefühle hat man sicherlich schon mal durchgemacht, aber zum Teil liegen diese Emotionen in der Vergangenheit.

»Ich hasse die Liebe« … tut ihr nicht wirklich, oder?

Nein … aber manchmal ist die Liebe wunderschön, es werden auch viele Lieder darüber gesungen, aber es kommt auch oft genug vor, dass einer noch weiter liebt und der andere einen verlässt – in dem Moment findest du die Liebe nicht mehr so schön. Es war das Gedankenspiel, auch mal diese Situation zu beschreiben, was eigentlich mit dir passiert, wenn du eigentlich noch verliebt bist. Ich dachte einfach mit »Ich hasse die Liebe«, dieses Gefühl mal zu beschreiben.

»Böse Mädchen feiern besser«, ist als Vorabtrack erschienen … Sind euch böse Mädchen sympathischer als die lieben netten?

Muss jeder für sich selbst entscheiden, aber grundsätzlich ist es interessanter, wenn ein Mädchen ein bisschen flippiger ist, lebendiger und aus sich rausgeht. Einfach nicht so schickimicki, so ähnlich wie das »Baby, du siehst gut aus«. Da ging es auch eher darum, ein bisschen individueller zu sein – ein Mädchen mit Charakter eben.

Für euch geht demnächst auch wieder der »Vorhang auf« … Worauf freut ihr euch am meisten?

Wir spielen jetzt erstmal noch Festivals den Sommer lang. Gerade bei OpenAirs ist es immer schön und bei der Tour freut man sich dann noch mal, weil die Leute halt wirklich kommen, um dich zu sehen, im besten Fall die Songs kennen, mitsingen und mit dir feiern. Am allerschönsten ist es aber, wenn man auf die Bühne kommt, man spielt und hat im Publikum eine tolle Stimmung. Letztendlich ein Geben und Nehmen. Wenn der Abend schön war und die Fans glücklich sind, dann entschädigt das immer für die ganze harte Arbeit.
Irgendwann, wenn der ganze Trubel vorbei ist, alle glücklich sind, ist auch mal wieder ein kleiner Urlaub drin, den hatte ich seit fünf Jahren nicht mehr … Und dann wird auch sicherlich wieder die Zeit kommen, wo ich mich hinsetzen und schreiben werden für das dritte Album.

Interview: Mareike Schäfer

Vielen lieben Dank für das Interview. Das Album »Kopf im Sturm« erschien am 13.07. auf Virgin/EMI Music.

Den Download-Link findet ihr hier!

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Artikel zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, 02. August 2012
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Mareike aus Düsseldorf-Dortmund (51)
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