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August 2014
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SMAG-Interview mit einem Vampir »Tanz der Vampire«-Hauptdarsteller Jan Amman stand SMAG Rede und Antwort.

Noch bis 2010!

Gute Nachricht für alle Vampir-Freunde: Wegen der immensen Nachfrage bleibt uns Roman Polanskis Musical noch bis Januar 2010 erhalten!

Anlässlich dieser tollen Nachricht fragten wir einmal bei Hauptdarsteller **Jan Amman (Foto)** nach.

Der gebürtige Westfale und 1,93m-Riese begeistert in der Rolle des »Graf Krolock« das Publikum.

Graf Krolock im Interview

**SMAG: Hallo Jan! Du spielst momentan die Hauptrolle im Musical "Tanz der Vampire" – was ist für dich das Spannende an diesem Musical und an deiner Rolle?**
Jan Amman: Diese Rolle ist für mich ein Traum! Nicht nur, weil man der Chef-Vampir in einem Schloss ist, sondern auch, weil diese Rolle viel von mir als Darsteller abverlangt.
Einen Menschen bzw. einen Untoten zu spielen, der schon Jahrhunderte an Erfahrung in sich trägt, ist nicht leicht darzustellen und eine spannende Herausforderung.
In Sachen Gesang ist das bei dieser Rolle ähnlich. Aber gerade das macht den Reiz aus und es macht einfach unglaublich viel Spaß, sich jeden Abend dieser Herausforderung zu stellen.

**Was fasziniert dich im allgemeinen an Musicals?**
Musicals sind generell spannend. Musicaldarstellern wird eine unglaubliche Leistung – und das jeden Tag! Ich habe das Gefühl, dass man beim Musical (wenn man wach ist), extrem viel über sich und sein Talent lernen kann. Die Dichte zwischen gesprochenem Wort und gesungenen Tönen macht für mich den größten Reiz aus und komplettiert für mich den Anspruch an Darstellung und Gesang.

**War es schon immer dein Traum gewesen, Musical-Darsteller zu werden?**
Eigentlich wollte ich immer an die Oper, aber gerade das Musical hat mich in meinen Wünschen überrascht. Erst war es für mich eine kleine Exkursion, dann hat es mich gepackt und ich bin einfach geblieben.

**Erzähl uns etwas über deinen Werdegang – war es ein schwieriger Weg?**
Eigentlich war es nicht schwierig. Aber das ist sicher Ansichtssache. Darsteller und Sänger zu werden, erfordert nicht nur Mut, dieser Weg an sich ist nicht leicht. Man muss soviel wie möglich in kürzester Zeit mitnehmen – und das kann man wirklich nur, wenn man sich dieser Sache verschrieben hat.
Es ist manchmal ein langer Weg und man darf nie vergessen, an sich zu glauben. Ziele stecken, Augen zu und durch!
Gut ist allerdings auch, dass man sehr viel über sich selbst lernen muss und das kann sogar im alltäglichen Leben eine Hilfe sein.

**Hast du einen Tipp für alle, die selber davon träumen, einmal auf der Bühne zu stehen?**
Träume sind da, um verwirklicht zu werden. Man sollte sich über die Konsequenz aber auch immer im Klaren sein. Es ist und bleibt kein »leichter Job«. Das kann schon eine große Mauer werden vor der man steht, doch: Die Mauer und ihre Höhe zeigen dir auf, wie groß dein Verlangen wirklich ist! Und letztlich ist beides dann auch kein Hindernis mehr.

**Von Herne hinaus in die weite Welt – welcher Ort hat dich am meisten inspiriert?**
Da gibt es viele schöne Ecken. Mir hatte es in Vancouver sehr gut gefallen. Auch Los Angeles war nicht schlecht. Aber meine große Liebe ist Berlin geworden. Da fühle ich mich sehr wohl und frei.
Klar bleibt Westfalen meine wirkliche Heimat, denn dort fing alles an.

**Hast du eine Traumrolle, die du gerne einmal spielen würdest?**
Traumrollen gibt es immer. Aber ich finde, jede Rolle kann eine Traumrolle sein.
Es liegt einfach daran, was man an handwerklichem Geschick mit in diese Rolle einbringt. Es ist sehr wichtig, seine Rolle zu fühlen. Gerade mit Dingen, die das Publikum gar nicht weiß, weil es nicht im Text steht. Man kann viel erzählen, auch ohne was zu sagen!

**Gibt es eigentlich so etwas wie »Musical-Groupies« und wenn ja, hast du damit zu »kämpfen«?**
Ja, das gibt es einige. Ich finde alle ausgesprochen nett und es gibt selten jemanden, der über die Strenge schlägt. Manchmal ist es wirklich lustig und selbstverständlich freut es mich auch insgeheim, dass es Menschen gibt, die von einem begeistert sind. Das gibt’s ja sicherlich auch umgekehrt.

**Wie beurteilst du die Musical-Szene in Deutschland?**
Sie ist Interessant. Ich hoffe, sie wird nicht zu arg kommerziell und passt sich nicht dem DSDSDINGSBUS an, denn ich finde, das wäre ein Verlust.
Musical sollte individuell bleiben und ein paar Ecken und Kanten haben, um sich auf dem Markt zu rechtfertigen. Kommerz erregt keine Aufmerksamkeit und ist einfach nur fad. Also ist da sicher eine Mischung super.
Manchmal hab ich schon das Gefühl, dass das Musical die Oper von morgen ist. Aber wie gesagt, da muss noch gefeilt werden.

**Wo siehst du dich in 20 Jahren? Immer noch auf der Musical-Bühne oder lieber als z.B. Filmschauspieler?**
Das ist schwer zu beantworten. Gerne Film. Das Problem ist, dort Fuß zu fassen. Viele wollen zum Film. Zu meinem Nachteil bin ich ein Riese. Die meisten Filmies sind sehr klein und wirken dadurch besser vor der Kamera . Aber wie gesagt, ein Versuch ist es sicherlich wert. Es gibt auch »grosse« Schauspieler.

Tanz der Vampire | Metronom Theater – Theater am CentrO, Musikweg 1, Oberhausen | www.stage-entertainment.de

Alle Bilder: Copyright Stage Entertainment

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Artikel zuletzt aktualisiert am: Montag, 30. März 2009
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